Monatsrückblick August: Kanada und neue KI-Workflows
Im August war Urlaub angesagt – ich war endlich wieder in Kanada. Was das mit mir gemacht hat und welche KI-Workflows ich gerade teste, liest du in meinem Monatsrückblick.
Nachdem der Juli ein wirklich bescheidener Monat war (mein neues Fahrrad wurde mir nach nicht mal 3 Wochen geklaut??) und ich den Monatsrückblick galant übersprungen hab, lief der August glücklicherweise deutlich besser!
Ich war im Urlaub, und wenn ich Urlaub sage, meine ich: Ich war endlich zurück in Kanada und hab von Minute 1 gemerkt, wie all die Anspannung und der Stress der letzten Monate von mir abfällt. Puh, das hat sich wirklich angefühlt, als könnte ich wieder richtig durchatmen und hat mir ganz viel kreative Energie und neue Ideen gebracht 🙌🏼
Also starten wir den Rückblick doch am besten mal genau hier:
Oh, Canada 🇨🇦
2022 hab ich mein Herz an Kanada verloren. Irgendwas hat mich dort hingezogen, und ich kann nach wie vor gar nicht so richtig in Worte fassen, warum mich dieses Land so in seinen Bann zieht, dass ich jetzt zum dritten Mal in fünf Jahren dort war. Es ist einfach toll.
Im August sind wir jetzt für drei Wochen durch Nova Scotia gereist, das ist die zweitkleinste kanadische Provinz, ganz im Osten an der Atlantikküste. Dafür haben wir uns entschieden, weil das der kürzestmögliche Flug ist (so 6 bis 7 Stunden, fanden wir sinnvoll mit einer 2-jährigen) und nur 5 Stunden Zeitverschiebung.
Wir haben insgesamt fünf Stopps entlang der Küste gemacht, die wir so gewählt hatten, dass wir keine super langen Autofahrten hatten (auch hier: fanden wir sinnvoll mit einer 2-jährigen).
Am Ende sind wir insgesamt dann doch fast 3.000km gefahren, aber hey, immerhin keine lange Strecke am Stück 😅

Tatsächlich war diese Reise genau das, was ich gebraucht habe.
Das Jahr war bisher so intensiv, ich hab so viel gearbeitet, neue Angebote ins Leben gerufen, bestehende Produkte komplett überarbeitet, und parallel neben dieser ganzen Produkt-Arbeit irgendwie noch versucht, mein Marketing einigermaßen am Laufen zu halten (in so 30-35 Arbeitsstunden pro Woche).
Im Juli hab ich gemerkt, dass ich krass am Limit bin, und ganz dringend mal ne Pause und vor allem einen Ortswechsel brauche. Aus dem Alltagstrott rauszukommen hat mir wirklich wahnsinnig gut getan und jetzt fühl ich mich absolut bereit, bis Ende des Jahres noch viele weitere Projekte anzugehen 🙌🏼

Welche KI nehm ich für was?
Das ist eine Frage, die mich in den letzten Monaten immer mehr beschäftigt hat. Ich arbeite ja seit letztem Herbst wirklich sehr intensiv mit der Notion KI, seit Anfang des Jahres ist aber auch Claude Code immer mehr zu einem festen Bestandteil meiner Arbeit geworden.
In der Agent Mastery ging es dann häufig um die Frage, welche KI man am besten für was nutzt – und das war ehrlicherweise eine Frage, auf die ich selber noch nicht wirklich eine Antwort gefunden hatte.
Ich glaub auch nicht, dass es darauf eine pauschale Antwort gibt (eigentlich ist nichts beim Thema KI und auch Notion allgemein pauschal zu beantworten, sondern immer sehr individuell).
Aber zumindest hab ich meine Antwort darauf jetzt gefunden – vorerst, wohlgemerkt, denn wer weiß, wie sich das ganze Thema weiterentwickelt. Bis Ende des Jahres will ich mich jetzt aber auf folgendes Setup festlegen:
- Die Notion KI wird mein Haupttreiber für alles rund um System & Flow. Ich mache hier viel über den KI-Chat, aber auch mit automatisiert laufenden Custom Agents.
- Die Dinge, die Notion nicht kann, übernimmt Claude Code – das ist primär die Arbeit an der Website und einige Aufgaben in anderen, externen Tools (Claude erstellt bspw. für jeden meiner Newsletter ein Thumbnail und hinterlegt es direkt in Kit).
- Für alle anderen Projekte und Brands nutze ich ebenfalls Claude Code. Dort hab ich mittlerweile ein Ordnersystem gebaut, das wahnsinnig gut funktioniert und bspw. Punktkariert, das ich wieder etwas reaktiviert habe, zu ich würde sagen 80% selber managed.
Ich teste mit der Notion KI gerade super viele neue Workflows und hab ganz viel Spaß daran, tief einzutauchen. Alles, was ich dabei so lerne, gibt’s ungefiltert übrigens für die Teilnehmer:innen in der Agent Mastery – da startet die nächste Runde im Oktober!
Test #1: Mein neues Content-System
Falls du die letzten Monatsrückblicke gelesen hast (oder aufmerksam meine Content-Kanäle wie YouTube verfolgst), weißt du: Beim Thema Content hakt’s dieses Jahr etwas.
Ich bin oft so tief in Projekten drin, dass ich einfach nicht jede Woche die Zeit und vor allem den Fokus finde, um ein neues YouTube-Video zu produzieren. Das nervt mich tierisch, weil mir Content so wahnsinnig wichtig ist – aus Erfahrung der letzten 9 Jahre Online-Business weiß ich ja, dass sich schlicht nichts langfristig so sehr auszahlt wie Content, der dich sichtbar macht und über Jahre für dich arbeiten kann.
Ende Juli hab ich mich also hingesetzt und (gemeinsam mit KI) überlegt, wo genau eigentlich mein Engpass bei dem Thema ist. Das war SEHR interessant.
Die wichtigste Erkenntnis war, dass mein Problem nicht das Aufnehmen an sich ist. Ich kann ein neues Video innerhalb von einer Stunde aufnehmen, schneiden und für die Veröffentlichung vorbereiten.
…wenn ich weiß, was das Thema ist und was ich dazu zu sagen habe. Und genau das ist der Knackpunkt: Wenn ich mich jede Woche erst hinsetzen und mir von null an überlegen muss, was ich zu Thema X sage und wie ich das Video aufbauen möchte, fühlt sich das nach einer viiiieeel zu großen Sache an, sodass ich denke: Das schaff ich jetzt nicht auch noch. Und dann mach ich es nicht.

Die Lösung ist gar nicht kompliziert:
- Am 1. Tag des Monats erstellt ein Custom Agent in Notion für mich 10 Briefings für mögliche neue Videothemen. Diese Themen kommen z.B. aus Transkripten von Hot Seats und Q&As, aus News rund um Notion, aus Suchanfragen oder schon bestehendem Content.
- Ich nehme mir Anfang des Monats zwei fest im Kalender eingeplante Tage Zeit und suche mir aus den bestehenden Briefings 4 oder 5 raus, die ich diesen Monat umsetzen möchte (ich lasse den Agenten extra mehr Briefings erstellen, damit ich eine Auswahl hab – ich fände nämlich nie alle Vorschläge gut).
- Aus den Briefings mache ich teilweise noch richtige Skripte, falls ich das brauche, oder skripte zumindest das Intro. Ich schreib mir außerdem auf, was ich im Video auf dem Bildschirm zeigen will, damit ich das schon vorbereiten kann (hierfür macht der Agent mir auch Vorschläge).
- Ich nehme in den zwei Tagen alle Videos für den Monat auf und hab nicht mehr jede Woche dieses Du-müsstest-jetzt-eigentlich-noch-ein-Video-machen-Gefühl.
Soweit der Plan, den ich für August schon mal testweise umgesetzt hab (allerdings für “nur” zwei Videos, für mehr war vor dem Urlaub keine Zeit mehr). Das hat gut geklappt, und ich werde das jetzt mal bis Ende des Jahres weiter testen!
Veröffentlichter Content im August
Da gibt’s jetzt immerhin die zwei Videos, die ich wie gesagt schon mit dem neuen System produziert hab:
- Brauche ich einen Notion-Bezahlplan? Ehrliche Antwort >> Zum Video
- Warum dein Notion-Setup nicht funktioniert (3 Fehler) >> Zum Video
Ausblick auf September
Mein Hauptprojekt im September wird der Launch der Agent Mastery! Aus der Beta-Runde im Frühjahr hab ich sehr, sehr viele Erkenntnisse gezogen, sodass das Programm jetzt tatsächlich ziemlich anders aussieht, als ich es noch im Februar geplant hatte.
Ich freu mich jetzt aber umso mehr auf die erste “offizielle” Kohorte, die dann ab Oktober startet!
Wenn du also schon mit Notion und auch mit KI arbeitest und Lust hast, tief in fortgeschrittene Workflows einzutauchen, sehen willst wie ich tagtäglich mit KI arbeite und dir dein Arbeitsleben allgemein erleichtern möchtest, trag dich hier in die Warteliste ein.
Ansonsten plane ich auch ein großes Update für die Notion-Formel, da werd ich im September sicher schon mal das ein oder andere für machen, aber es steht noch nicht ganz oben auf meiner Prioliste.